Junge Frau und senioriger Mann sitzen gemeinsam Esstisch. Zwischen Ihnen ein Teller mit Brot und Banane. Sie hilft ihm beim Essen.
Was ist Demenz?

Von der Übersicht bis zum Deep Dive

Bei Menschen mit Demenz kommt es zu Veränderungen im Gehirn. Diese Veränderungen machen sich im Verhalten und den Fähigkeiten von Menschen mit Demenz bemerkbar.

Du hast vielleicht schon mal gehört, dass Demenz eine Krankheit ist. Das stimmt so aber gar nicht. Denn Demenz ist eigentlich ein Syndrom. Das klingt jetzt erstmal schwierig, aber es lässt sich gut erklären: Ein Syndrom sind zusammen auftretende Symptome. So werden körperliche oder geistige Anzeichen einer Krankheit genannt. Klassische Symptome einer Erkältung sind zum Beispiel Husten und Schnupfen.

Ähnlich ist es bei Demenz. Demenz ist eine Sammlung von verschiedenen Symptomen, die zusammen auftreten und auf eine Veränderung im Gehirn hinweisen. Diese Veränderungen können dann durch verschiedene Krankheiten ausgelöst worden sein. Demenz ist also nicht selbst die Krankheit, sondern nur das, was man von außen bemerkt: das Erscheinungsbild.

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Nicht verwechseln!

Demenz ist nicht gleich Demenz.

Die Symptome von Demenz können ganz verschieden aussehen. Manche Menschen werden vergesslicher und brauchen Unterstützung im Alltag. Andere Menschen sind schneller verunsichert oder reagieren plötzlich wütend. Wieder andere sehen oder hören Dinge, die gar nicht da sind. Du siehst, es gibt kein einheitliches Erscheinungsbild von Demenz. Dazu kommt: Die Anzeichen treten bei jeder Person unterschiedlich auf: mal mehr, mal weniger, mal früher, mal später, mal stärker oder schwächer.

Die Stärke der Anzeichen verändert sich über die Zeit. Was zu Beginn einfache Vergesslichkeit war, wird zum Vergessen von wichtigen Dingen des Alltags. Ein vergessenes Kuchenrezept wird zum vergessenen Mittagessen. Diese Veränderungen passieren teilweise sehr langsam, meist über Jahre hinweg. Das bedeutet auch: Wenn jemand aus deinem Umfeld Demenz hat, dann habt ihr noch einiges an Zeit, um gemeinsam Dinge zu unternehmen und Erinnerungen zu schaffen.

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Demenz kann viele Formen haben.

Senioriger Mann sitzt zurückgelehnt in einer Hängematte. Er blickt zufrieden auf ein Tablett, das er in der einen Hand hält während seine andere Hand auf seiner Brust ruht.

Es gibt nicht nur verschiedene Symptome von Demenz, sondern auch verschiedene Demenzformen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen können heute etwa 50 Formen von Demenz unterscheiden. Dabei kommen nicht alle Formen gleich häufig vor. 

Alzheimer Demenz

Die bekannteste und häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz. Diese Form haben 2/3 aller Menschen mit Demenz, das sind in Deutschland 1,2 Millionen Menschen.

Typische Symptome einer Alzheimer-Demenz sind

  • Vergesslichkeit
  • Schwierigkeiten beim Sprechen und Verstehen
  • Probleme in der Orientierung
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für eine Demenz.
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Was passiert bei Demenz im Gehirn?

Ein Gehirn hat verschiedene Bereiche, die ganz verschiedene Funktionen übernehmen. Jeder Teil hat sozusagen eine Aufgabe. Im Gehirn von Menschen mit Demenz verändern sich bestimmte Bereiche. Diese Bereiche sind wichtig für ganz elementare Bestandteile des Lebens, zum Beispiel unser Denken, Erinnern und Fühlen.

Wenn es in einem Bereich im Gehirn zu Veränderungen kommt, kann es seine Funktion nicht mehr richtig erfüllen und das macht sich in Form von Symptomen bemerkbar. Da die verschiedenen Bereiche verschiedene Funktionen haben, erklärt sich auch, warum verschiedene Demenzformen unterschiedlich aussehen: Es werden nicht immer dieselben Bereiche beschädigt und damit treten je nach beschädigtem Bereich andere Symptome auf.

Entdecke, welche Bereiche des Gehirns welche Funktionen erfüllen.
Eine Grafik zeigt bunt voneinander abgesetzt die verschiedenen Bereiche des Gehirns.

Ein Bereich des Gehirns, der bei Demenz geschädigt werden kann, ist die Großhirnrinde. Diese ist die äußere Schicht des Gehirns. Sie selbst besteht aus vier verschiedenen Bereichen, die auch Lappen genannt werden. Es gibt den Stirnlappen, den Scheitellappen, den Schläfenlappen und den Hinterhauptlappen. Sie sind also nach den Kopfbereichen benannt, hinter denen sie liegen.

Die Bereiche der Großhirnrinde erfüllen verschiedene Funktionen: ein Teil ist an der Verarbeitung von Sinnesempfindungen, also deinen visuellen EindrückenGeräuschen und Gerüchen beteiligt. Ein anderer ist wichtig bei der Problemlösung und beim Erstellen von Plänen. Wieder ein anderer hilft dir, deine Bewegungen zu steuern.

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Noch mehr Wissen

Ist Demenz gleich Demenz?

Nein, deswegen findest du hier mehr Informationen zu den häufigsten Formen einer Demenz und ihren Unterschieden.

Wie bekomme ich einen Überblick?

Demenz ist ein großes Thema! Hier bekommst du einen groben Überblick über Demenz, sowie kurze Einblicke in verschiedene Bereiche.

Wie entsteht eine Demenz?

Egal, ob du eine kurze oder lange Antwort suchst, hier erfährst du bis ins Detail, was bei Demenz im Kopf passiert.